Duale Ausbildung · Ausbildung & Studium

Ausbildung zum Immobilienkaufmann: Ablauf, Vergütung, Chancen

Immobilienkaufleute vermieten, verwalten, kaufen und verkaufen Immobilien – und lernen das in drei Jahren in Betrieb und Berufsschule. Der Abschluss ist eine solide Basis für fast jeden Weg in der Branche.

Zwei junge Kolleginnen und Kollegen besprechen Unterlagen an einem großen Tisch Mit KI erzeugt
Dauer
3 Jahre Bei guten Leistungen ist eine vorzeitige Prüfung möglich.
Kosten
Keine Ausbildung und Prüfung zahlt der Betrieb; Lernmittel ggf. selbst.
Voraussetzungen
Rechtlich keine 2024 hatten 68 % der Azubis Abitur oder Fachabitur, 29 % einen mittleren Abschluss.
Abschluss
Immobilienkaufmann/-frau (IHK) Anerkannter Ausbildungsberuf nach der ImmobKfmAusbV.
Verdienst
1.230–1.450 € im Monat Tarif der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, 1. bis 3. Jahr (Stand Januar 2026).
Förderung
Berufsausbildungsbeihilfe In bestimmten Lebenslagen, z. B. wenn Sie für die Ausbildung ausziehen.

In 60 Sekunden

Was Sie tun

  • Wohnungen vermieten, Besichtigungen durchführen und Mietverträge vorbereiten
  • Mieten kalkulieren, Betriebskosten abrechnen und Zahlungen überwachen
  • Eigentümerversammlungen vorbereiten und Instandsetzungen veranlassen

Passt zu Ihnen, wenn …

  • Sie gern mit Menschen sprechen und verhandeln
  • Sie Zahlen und Verträge nicht abschrecken
  • Sie vom ersten Tag an Geld verdienen möchten

Eher nicht, wenn …

  • Sie lieber ausschließlich draußen oder handwerklich arbeiten

Ihr Weg in 4 Schritten

  1. Ausbildungsbetrieb finden

    Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen, Maklerbüros, Projektentwickler und Banken bilden aus. Bewerbungen laufen oft ein Jahr im Voraus.

  2. Ausbildungsvertrag schließen

    Der Betrieb meldet den Vertrag bei der IHK an und Sie bei der Berufsschule.

  3. Drei Jahre Praxis und Berufsschule

    Im Betrieb lernen Sie Vermietung, Verwaltung und Verkauf; in der Berufsschule z. B. Wohnungseigentum und Finanzierung. Wahlqualifikationen wie Maklergeschäfte oder Wohnungseigentumsverwaltung setzen Schwerpunkte.

  4. Abschlussprüfung vor der IHK

    Bundesweit einheitlich – danach sind Sie Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau.

Gehalt danach

Median brutto im Monat

4.320 €

Immobilienwirtschaft – Fachkräfte

  1. Alle Beschäftigten
    4.320 €Mittlere 50 %: 3.533 € – 5.348 €27.045 Beschäftigte
  2. unter 25 Jahre
    3.527 €Mittlere 50 %: 3.038 € – 3.949 €3.128 Beschäftigte
  3. 25 bis unter 55 Jahre
    4.459 €Mittlere 50 %: 3.669 € – 5.443 €19.347 Beschäftigte
  4. 55 Jahre und älter
    4.648 €Mittlere 50 %: 3.684 € – 5.729 €4.570 Beschäftigte

Balken: mittlere 50 % der Gehälter, Punkt: Median. Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, inkl. Sonderzahlungen, ohne Auszubildende. Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (öffnet in neuem Tab), Stichtag 31.12.2025.

Nach Bundesland vergleichen

Gut zu wissen

Fünf Wahlqualifikationen geben der Ausbildung ein Profil: Steuerung und Kontrolle im Unternehmen, Gebäudemanagement, Maklergeschäfte, Bauprojektmanagement und Wohnungseigentumsverwaltung. Fragen Sie im Bewerbungsgespräch, welche der Betrieb anbietet.

Zusatzqualifikationen wie „Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende“ oder „Privates Vermögensmanagement“ können Sie parallel erwerben – Auskunft gibt Ihre IHK.

Nach der Ausbildung arbeiten Immobilienkaufleute in Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, bei Maklern und Verwaltungen, in Immobilienabteilungen von Banken und Versicherungen oder bei Projektentwicklern.

Häufige Fragen

Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung verlangt?

Rechtlich keiner. In der Praxis bevorzugen viele Betriebe Abitur oder Fachabitur: 2024 hatten 68 % der Ausbildungsanfänger die Hochschulreife, 29 % einen mittleren Abschluss.

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Nach dem Tarif der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft 1.230 € im ersten, 1.340 € im zweiten und 1.450 € im dritten Jahr (brutto, Stand Januar 2026). Nicht tarifgebundene Betriebe können abweichen; die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung gilt immer.

Was bringt der Abschluss außer dem Job?

Mehr als man denkt: Immobilienkaufleute gelten als zertifizierte Verwalter nach dem Wohnungseigentumsgesetz und brauchen für die Vermittlung von Immobilienkrediten keine gesonderte Sachkundeprüfung. Außerdem ist der Abschluss die Basis für die Prüfung zum Immobilienfachwirt.

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Bei guten Leistungen kann die IHK Sie vorzeitig zur Abschlussprüfung zulassen. Mit Abitur oder Vorkenntnissen ist oft eine Verkürzung von Anfang an möglich – das vereinbaren Sie mit dem Betrieb.

Wie es weitergeht

Alle Wege vergleichen
  • Aufstiegsfortbildung

    Immobilienfachwirt/in (IHK)

    Die bundesweit einheitliche Aufstiegsfortbildung – mit Aufstiegs-BAföG, Studienzugang ohne Abitur und Verwalter-Zertifikat inklusive.

    Dauer
    2–6 Monate Vollzeit
    Kosten
    Lehrgang und Prüfung
    Verdienst
    Neben dem Job möglich
  • IHK-Zertifikat

    Zertifizierter Verwalter

    Seit Dezember 2023 können Wohnungseigentümer einen zertifizierten Verwalter verlangen – so kommen Sie an das Zertifikat.

    Dauer
    Kompakte Prüfung
    Kosten
    IHK-Prüfungsgebühr
    Verdienst
    Neben dem Job möglich
  • Bachelorstudium

    Studium Immobilienwirtschaft

    Betriebswirtschaft, Immobilienmanagement und Bautechnik – der Bachelor für Bewertung, Investment und Management.

    Dauer
    6–8 Semester
    Kosten
    Semesterbeitrag
    Verdienst
    Keine Vergütung

Ausbildung und Jobs bei ImmoNetzwerk

Schauen Sie in unsere offenen Stellen – oder lassen Sie sich kostenlos zu Ausbildung, Studium und Quereinstieg beraten.

  • IHK-Ausbildungsbetrieb in Berlin
  • Offene Stellen und Ausbildungsplätze auf JOIN
  • Kostenlose, unverbindliche Karriereberatung